
Ein Einfamilienhaus, das jährlich umgerechnet 2000 Liter Heizöl verbraucht, verbrennt jeden Winter etwa vier Tonnen Pellets. Bei einem Preis von mehreren hundert Franken pro Tonne lohnt es sich, die jährliche Rechnung genau unter die Lupe zu nehmen, bevor man seinen Tank auffüllt. Ein gut dimensionierter Pelletvorrat (Lager) ermöglicht es gerade, in großen Mengen und zum richtigen Zeitpunkt einzukaufen.
Um die Preise für Holzpellets zu verstehen, muss man sowohl die aktuellen Schweizer Preise als auch die Mechanismen, die diese beeinflussen, und den idealen Kaufzeitpunkt betrachten. Im Folgenden erläutern wir, woraus sich der Preis zusammensetzt, wie sich Pellets im Vergleich zu fossilen Brennstoffen schlagen und welche konkreten Maßnahmen es gibt, um weniger zu bezahlen, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen.
Wie viel kostet eine Tonne Pellets in der Schweiz im Jahr 2026?
Die Frage nach dem Pelletpreis in der Schweiz stellt sich jeden Herbst, wenn die Vorräte wieder aufgefüllt werden müssen. Aktuelle Marktdaten für die Schweiz beziffern den Preis für eine gelieferte Tonne derzeit auf 445 bis 500 CHF, inklusive Mehrwertsteuer und Transport, wobei der Preis je nach Bestellmenge degressiv gestaffelt ist.
Je größer die Menge, desto niedriger der Preis pro Tonne. Hier finden Sie eine Richtspanne der Preise für zertifizierte Pellets in loser Schüttung im Jahr 2026.
| Bestellmenge | Richtpreis 2026 (CHF/Tonne, inkl. MwSt. und Lieferung) |
| 3 Tonnen | ca. 490 bis 500 CHF |
| 5 Tonnen | ca. 470 bis 485 CHF |
| 8 Tonnen | ca. 455 bis 470 CHF |
| 15 bis 17 Tonnen | ca. 445 CHF |
| Begleitete Lieferung mit Carron-Lugon | Beratung und Logistik in der Westschweiz |
Diese Preise gelten für denKauf von Schüttgut, das in ein Silo eingeblasen wird. Die Verpackung in Säcken oder Big Bags, die für kleinere Mengen praktischer ist, ist pro Kilogramm deutlich teurer. Auch die Qualität spielt eine Rolle: Ein EN-Plus-zertifiziertes Premium-Pellets gibt etwa 4,8 kWh pro Kilogramm ab und schont Ihren Ofen besser.
Warum sind die Preise zunächst in die Höhe geschossen und haben sich dann stabilisiert?
Die Erinnerung an das Jahr 2022 ist noch frisch. Auf dem benachbarten französischen Markt stieg der Preis für eine Tonne Pellets von etwa 285 € im Jahr 2019 auf spektakuläre Höchststände zwei Jahre später. Nach Angaben von Kelwatt erreichte der Preis für Industriepellets im November 2022 sogar 800 € pro Tonne.
Die Ursachen waren vielfältig: sprunghaft gestiegene Nachfrage, kalter Winter, Überlagerung aus Angst vor Versorgungsengpässen und steigende Produktionskosten. Wie die im Jahr 2026 veröffentlichten Propellet-Daten zeigen, folgte auf diesen historischen Preisanstieg eine deutliche Entspannung bei den Preisen, die jedoch weiterhin über dem Vorkrisenniveau liegen.
In der Schweiz ist die Lage stabiler als anderswo. Ein grosser Teil des verbrauchten Holzpellets wird im Land selbst produziert, was die Anfälligkeit gegenüber internationalen Spannungen begrenzt. Die Schweizer Preise hängen dennoch von den europäischen Märkten, der Verfügbarkeit des Rohstoffs und den Transportkosten ab.
Lose, in Säcken oder Big Bags: Welche Verpackungsart soll man wählen?
Die Lieferart hat einen erheblichen Einfluss auf das Endbudget. Es gibt drei Optionen, die jeweils für unterschiedliche Anforderungen geeignet sind.
- Lose Lieferung: pro Tonne am günstigsten, ideal, wenn Sie über ein Silo oder einen eigenen Lagerraum verfügen.
- Der Big Bag (ca. 900 kg): ein praktischer Kompromiss, wenn der Zugang für LKWs eingeschränkt ist, das Volumen aber dennoch beträchtlich ist.
- 15-kg-Säcke auf einer Palette: am flexibelsten für einen Zusatzofen, allerdings steigt der Preis pro Kilogramm deutlich an.
Ein vorgefertigtes Silo mit 8 m³ Fassungsvermögen fasst etwa vier Tonnen, was dem typischen Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses entspricht. Bevor Sie sich ausstatten: Eine geeignete Schaufel erleichtert die gelegentliche Handhabung – unsere Pelletschaufel verhindert, dass die Pellets beim manuellen Befüllen des Behälters beschädigt werden.
Sind Pellets gegenüber Heizöl und Gas noch wettbewerbsfähig?
Das ist das zentrale Argument für Pelletheizungen. Trotz der Preissteigerungen der letzten Jahre behalten Pellets einen Preisvorteil gegenüber fossilen Brennstoffen. Auf dem französischen Markt beziffert eine Analyse aus dem Jahr 2026 die Kosten pro Kilowattstunde für Pellets auf 0,07 bis 0,10 €, womit Pellets nach Brennholz zu den wettbewerbsfähigsten Heizenergien zählen.
Auch in der Schweiz zeigen unabhängige Erhebungen, dass Pellets pro Kilowattstunde deutlich günstiger sind als Erdgas und Heizöl. Hinzu kommt ein nichtfinanzieller Vorteil: Es handelt sich um eine lokale und erneuerbare Energiequelle, deren Preis sich historisch gesehen als stabiler erweist als der von importiertem Erdöl oder Erdgas.
Wann sollte man kaufen, um am günstigsten wegzukommen?
Der Zeitpunkt macht den Unterschied. Die saisonalen Schwankungen des Marktes sind gut dokumentiert: Jeden Herbst häufen sich die Bestellungen, die Preise steigen und die Lieferzeiten verlängern sich. Laut RIKA sind die Monate Juni, Juli und August historisch gesehen am günstigsten.
Die Logik ist einfach: Im Sommer ist die Nachfrage gering, die Lager sind voll und die Lieferanten bieten Rabatte an. Wenn Sie Ihren Großeinkauf im Frühjahr oder zu Beginn des Sommers für die nächste Heizperiode vorziehen, sichern Sie sich somit sowohl den besten Preis als auch die Verfügbarkeit. Es lohnt sich immer, vor der Bestellung mehrere Schweizer Händler zu vergleichen.
Pellets richtig lagern, um ihren Wert zu erhalten
Ein Kauf zum günstigen Preis nützt nichts, wenn die Pellets an Qualität verlieren. Feuchtigkeit ist ihr größter Feind: Ein Pellet, das aufquillt, verliert seinen Heizwert und kann die Zuführschnecke Ihres Ofens blockieren. Eine trockene, gut belüftete und stoßsichere Lagerung ist daher unerlässlich.
Um das Beste aus jeder gekauften Tonne herauszuholen, beschreiben wir in unserem Leitfaden „So lagern und bewahren Sie Pellets richtig“ die bewährten Vorgehensweisen. Eine sorgfältige Lagerung der Pellets schützt Ihre Investition und verlängert die Lebensdauer Ihrer Anlage.
Das Wichtigste zum Schweizer Pelletmarkt
Im Jahr 2026 bewegen sich die Preise für Holzpellets in der Schweiz weiterhin in einem angemessenen Rahmen, deutlich unter den Höchstständen der Energiekrise, liegen aber dennoch über dem Niveau von vor 2020. Um Ihr Budget im Griff zu behalten, sollten Sie auf den Kauf großer Mengen in loser Schüttung setzen, im Sommer einkaufen und auf eine sorgfältige Lagerung achten. Diese drei Maßnahmen, kombiniert mit einem gut gewarteten Heizgerät, machen Holzpellets zu einer der wirtschaftlichsten und nachhaltigsten Heizlösungen auf dem Schweizer Markt.
Machen Sie den ersten Schritt mit Carron-Lugon
Die Entscheidung für eine Pelletheizung bedeutet auch, das Gerät und den Lagerraum richtig zu dimensionieren, um beim Kauf von den besten Preisen zu profitieren. In der Westschweiz, vom Wallis über Genf bis ins Waadtland, begleiten wir Ihr Projekt von der Beratung im Showroom bis hin zur sauberen und koordinierten Installation.

Unsere Ausstellungsräume in Fully und Etoy, die rund um die Uhr frei zugänglich sind, sowie unser kostenloser und unverbindlicher Hausbesuch helfen Ihnen dabei, die für Sie am besten geeignete Lösung zu finden. Entdecken Sie unser Angebot an Pellets und Pelletöfen und profitieren Sie von einem hauseigenen Kundendienst für Ihre Geräte.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Durchschnittspreis für eine Tonne Pellets in der Schweiz im Jahr 2026?
Rechnen Sie im Durchschnitt mit 445 bis 500 CHF pro Tonne, inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung. Der Preis sinkt mit der Bestellmenge und hängt von der gewählten Verpackungsart ab, wobei die lose Lieferung am günstigsten ist.
Wie viel Pellets verbraucht ein Einfamilienhaus pro Jahr?
Ein Haus, das umgerechnet 2'000 Liter Heizöl verbraucht, benötigt etwa 20'000 kWh, was ungefähr vier Tonnen Pellets entspricht. Ein 8 m³ großes Silo reicht aus, um diese Menge für eine ganze Saison zu lagern.
Sind Pellets günstiger als Heizöl und Erdgas?
Ja. Umgerechnet auf die Kilowattstunde sind Holzpellets deutlich kostengünstiger als Heizöl und Erdgas. Sie bieten zudem eine bessere Preisstabilität, da es sich um eine überwiegend lokal erzeugte Energie handelt.
Zu welcher Jahreszeit sollte man Pellets kaufen?
Der Sommer, zwischen Juni und August, ist traditionell die günstigste Zeit. Die Nachfrage ist gering, die Lager sind voll und die Lieferanten bieten vor der Heizperiode oft attraktive Rabatte an.
Wie lagert man Pellets nach der Lieferung richtig?
Lagern Sie sie trocken, in einem gut belüfteten Raum und stoßgeschützt, da Feuchtigkeit ihren Heizwert mindert. Ein Silo oder ein spezieller Vorratsraum schützt die Qualität der Pellets und gewährleistet den reibungslosen Betrieb Ihres Geräts.



