
Das Feuer fasziniert, aber nicht alle Kamine sind gleich. Ein offener Kamin, so schön er auch sein mag, verschwendet den größten Teil der Energie des Holzes. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie verstehen, was einen dekorativen Kamin von einem echten Heizgerät unterscheidet. Um Sie Schritt für Schritt zu begleiten, stellen wir Ihnen eine detaillierte Installations- und Bedienungsanleitung zur Verfügung (Beispiel: Atra Atraflam 16/9ème 800).
In der Westschweiz ist die Rückkehr zur Holzheizung kein neues Phänomen. Laut einem Bericht der Zeitung „Le Temps“ stieg die Zahl der im Land installierten geschlossenen Kamine von 34.695 im Jahr 1990 auf über 135.000 im Jahr 2004. Wer sich heute für einen Kamin entscheidet, muss zwischen Ästhetik, Wirkungsgrad und der Einhaltung von Normen abwägen.
Verstehen, was der Begriff „Kamin“ wirklich umfasst
Der Begriff „Kamin“ bezeichnet in Wirklichkeit mehrere Familien sehr unterschiedlicher Geräte. Man spricht unterschiedslos von offenem Kamin, geschlossenem Kamin, Kamineinsatz oder auch Ofen, obwohl ihre Leistungen in keiner Weise vergleichbar sind.
Hier sind die wichtigsten Kategorien, auf die Sie stoßen werden:
- Der offene Kamin: der traditionelle, zum Raum hin offene Kamin, der vor allem dekorativen Zwecken dient.
- Der geschlossene Kamin: eine verglaste Brennkammer, die bereits beim Bau integriert wurde.
- Der Kamineinsatz: ein geschlossener Kamin, der in einen bestehenden offenen Kamin eingesetzt wird, um diesen zu modernisieren.
- Der Holz- oder Pelletofen: ein eigenständiges Gerät, das an einen Abzug angeschlossen ist.
- Der Speicherofen: aus Speckstein oder Keramik, der Wärme speichert und über einen längeren Zeitraum wieder abgibt.
Diese Unterscheidung ist nicht nur eine Frage der Begrifflichkeit. Sie hat direkten Einfluss auf den Wirkungsgrad, die Sicherheit und die Konformität Ihrer Anlage mit den geltenden Normen.
Wirkungsgrad: Warum der geschlossene Kamin alles verändert
Das ist der wichtigste Punkt, den viele nicht kennen. Ein offener Kamin ist eine energetische Katastrophe. Laut dem Portal energie-environnement.ch werden in einem offenen Kamin weniger als 10 % der Energie des Holzes tatsächlich genutzt, gegenüber mehr als 80 % in einem guten Ofen oder einem modernen geschlossenen Kamin.
Das Problem hört damit noch nicht auf. Ein offener Kamin saugt enorme Mengen Luft aus der Wohnung an, zwischen 300 und 500 m³ pro Stunde, was das Haus eher abkühlen als heizen kann. Ein Feuer zu machen, während die Zentralheizung läuft, kommt daher einer Energieverschwendung gleich.
Die gute Nachricht: Es ist möglich, einen bestehenden Kamin durch den Einbau eines Einsatzes aus Gusseisen oder Stahl zu modernisieren. So behalten Sie den Charme des offenen Kamins bei und profitieren gleichzeitig von einem Wirkungsgrad, der dem eines echten Heizgeräts in nichts nachsteht. Speicheröfen aus Speckstein heizen zwar langsamer auf, geben die Wärme aber viel länger ab, wobei auch ihr Wirkungsgrad über 80 % liegen kann.
Um Ihr Gerät richtig einzustellen und zu warten, lesen Sie beispielsweise die Bedienungsanleitung eines Kamins (Karelia), in der die richtigen Vorgehensweisen beim Anzünden und Verbrennen detailliert beschrieben sind.
Kamin, Holzofen oder Pelletofen: Was soll man wählen?
Ihnen stehen drei große Optionen zur Auswahl, jede mit ihren eigenen Nutzungsvorteilen. Scheitholz besticht durch seine Authentizität, während Holzpellets auf Automatisierung und Gleichmäßigkeit setzen.
Der Markt liefert übrigens nützliche Anhaltspunkte. Nach Angaben von Propellet wurden im Jahr 2025 128.000 Pelletöfen verkauft, was einem Anstieg von 36 % gegenüber 2024 entspricht und das wiederauflebende Interesse an dieser automatisierten Lösung bestätigt.
| Kriterium | Geschlossener Kamin / Holzeinsatz | Pelletofen | Mit Carron-Lugon |
|---|---|---|---|
| Wirkungsgrad | Über 80 % | Hoch, geregelte Verbrennung | Individuelle Beratung für jedes Gerät |
| Betriebsdauer | Manuelles Nachfüllen | Aufladen alle 2 bis 3 Tage | Kostenlose Bedarfsanalyse |
| Optik | Kaminoptik, große Glasscheibe | Zeitgenössisches Design | Ausstellungsräume in Fully und Etoy |
| Einbau | Abzug und Verkleidung | Anschluss und Luftzufuhr | Montage, Koordination und hauseigener Kundendienst |
Sollten Sie noch unentschlossen sein, bieten wir Ihnen eine kostenlose und unverbindliche Bedarfsanalyse an, entweder auf der Grundlage Ihrer Pläne oder bei einem Besuch vor Ort. So können wir Ihnen die für Ihre Wohnung am besten geeignete Lösung vorschlagen, ohne dass Sie sich festlegen müssen.
Vorschriften und Normen in der Schweiz
Die Installation eines Kamins will gut durchdacht sein. In der Schweiz wird die Luftqualität durch die Luftreinhalteverordnung (LRV) geregelt, und bestimmte Anlagen müssen genaue Anforderungen erfüllen. Das Portal energie-environnement.ch weist darauf hin, dass ein Wärmespeicher mit ausreichender Kapazität bei bestimmten Konfigurationen gesetzlich vorgeschrieben ist.
Mehrere bewährte Vorgehensweisen tragen zur Einhaltung der Vorschriften und zur Leistungssteigerung bei:
- Bevorzugen Sie ein Gerät mit einem anerkannten Label wie «Energie-Holz Schweiz » oder «Minergie».
- Den Kamin mit Luft von außerhalb des Gebäudes versorgen.
- Stellen Sie sicher, dass der Rauchabzug über den höchsten Punkt des Daches hinausragt, um die Nachbarschaft nicht zu belästigen.
- Verbrennen Sie ausschließlich trockenes, unbehandeltes Holz und zünden Sie es von oben an, um Feinstaub zu vermeiden.
Wenn Sie vom Kaminfeger einen Hinweis auf einen Mangel erhalten haben oder Ihre Anlage bereits älter ist, ist oft eine Anpassung an die geltenden Normen erforderlich. Unsere Montageteams übernehmen dann den Abbau der bestehenden Anlage sowie die anschließenden Sanierungsarbeiten (Fliesen, Verputz, Anstrich).
Brennstoff: ein nachhaltiger wirtschaftlicher Vorteil
Abgesehen vom Genuss des Feuers bleibt Holz eine wettbewerbsfähige Energiequelle. Seine relative Preisstabilität im Vergleich zu fossilen Energieträgern macht es für viele Haushalte zu einem gewichtigen Argument.
In der Schweiz bleibt der Holzmarkt dynamisch. Laut „Forêt Suisse“ verzeichnete Energieholz eine stabile und anhaltende Nachfrage mit steigenden Preisen Ende 2025, und für den Markt zeichnen sich 2026 gute Aussichten ab. Diese Knappheit der Ressource unterstreicht den Vorteil eines hocheffizienten Geräts: Je weniger Holz Sie verschwenden, desto wirtschaftlicher ist Ihre Anlage.
Um die technischen Eigenschaften eines Modells vor dem Kauf zu vergleichen, können Sie beispielsweise ein Datenblatt eines Kamins (Skantherm Ator Plus) einsehen, in dem Leistung, Wirkungsgrad und Abmessungen angegeben sind.
Bereiten Sie Ihr Projekt von A bis Z gut vor
Ein erfolgreiches Projekt beginnt mit einer guten Vorbereitung. Die Komplexität liegt oft in der Koordination: Abzugsrohr, Verkleidung, Luftzufuhr, Anschluss – und nicht zu vergessen die anderen Gewerke, die bereits auf der Baustelle tätig sind.
Unsere Aufgabe ist es genau, diesen Ablauf reibungslos zu gestalten. Wir organisieren die Baustelle und koordinieren die Arbeiten mit den Architekten und den anderen Gewerken, während wir gleichzeitig Ihre Innenräume schützen und nach Abschluss der Arbeiten aufräumen. Und sobald das Gerät installiert ist, steht Ihnen unser interner Kundendienst für Fragen zu Pellet-, Holz- oder Gasgeräten zur Verfügung.
Einige nützliche Überlegungen, bevor Sie sich entscheiden:
- Legen Sie den tatsächlichen Verwendungszweck fest: Zusatzheizung oder Hauptheizquelle.
- Prüfen Sie den Verlauf des Abzugsrohrs und die Möglichkeit einer Außenluftzufuhr.
- Vergleichen Sie die in den technischen Datenblättern angegebenen Wirkungsgrade.
- Berücksichtigen Sie die Wartung, die Brennstofflagerung und die Schornsteinreinigung.
Fazit
Bei der Wahl eines Kamins geht es in erster Linie um die Wahl des Leistungsniveaus. Zwischen einem offenen Kamin, der weniger als 10 % der Holzenergie nutzt, und einem geschlossenen Kamin, der über 80 % erreicht, besteht ein erheblicher Unterschied – sowohl für Ihren Komfort als auch für Ihr Budget. Hinzu kommen die Anforderungen der Luftreinhalteverordnung (OPair) und die Notwendigkeit einer fachgerechten Installation – so wird deutlich, warum eine kompetente Beratung den entscheidenden Unterschied ausmacht. Vom ersten kostenlosen Besuch bis zum Kundendienst begleiten wir Sie auf dem Weg zu einer sauberen, leistungsstarken und vorschriftsmäßigen Lösung ohne böse Überraschungen. Um sorgenfrei voranzukommen, lesen Sie unseren Leitfaden zur Installation und Nutzung und bereiten Sie Ihr Projekt voller Zuversicht vor.
Häufig gestellte Fragen
Kann man einen offenen Kamin in einen geschlossenen Kamin umbauen?
Ja. Durch den Einbau eines Einsatzes aus Gusseisen oder Stahl kann die Feuerstelle erhalten bleiben, während gleichzeitig ein Wirkungsgrad von über 80 % erreicht wird. Unsere Teams übernehmen den Ausbau, den Einbau und die Wiederherstellung.
Wie groß ist der Wirkungsgradunterschied zwischen einem offenen und einem geschlossenen Kamin?
Ein offener Kamin nutzt bestenfalls 10 % der Holzenergie, ein moderner geschlossener Kamin hingegen mehr als 80 %. Der größte Teil der Wärme entweicht sonst durch den Schornstein.
Benötigt man in der Schweiz eine Genehmigung für den Einbau eines Kamins?
Bestimmte Anlagen müssen die Luftreinhalteverordnung (LRV) einhalten, insbesondere die Verpflichtung zum Einbau eines Wärmespeichers bei bestimmten Konfigurationen. Es ist ratsam, Ihr Projekt im Vorfeld prüfen zu lassen und ein Gerät mit Gütesiegel zu wählen.



